Atem ist Leben, Energie und Fluss. Wie wir atmen ist Ausdruck unseres situativen Gemütszustandes. Sind wir etwa nervös, weil wir eine Prüfung zu bestehen haben, so wird unser Atem schnell und flach, beim entspannten Lesen eines Buches jedoch, ruhig und sanft fließen. Das kommt daher, dass unser Geist eng mit unserer Atmung verbunden ist, weshalb es uns auch möglich ist, unsere Gedankenwelt durch Atmung zu zentrieren und zu beruhigen.

Prana (der positive Lebensstrom/Lebensenergie) gilt im Yoga als ein Teil des universellen Atems, der in den Körper des Individuums eingebunden ist. Damit wird verständlich, dass Prana nicht der Atem selbst ist, sondern jene Kraft, die uns atmen lässt. Prana ist eine feinstoffliche Energie, die unseren Körper durchdringt. Durch gezielte Atemübungen (Pranayama) können wir unseren physischen und psychischen Körper reinigen, beruhigen, energetisieren und verjüngen. Prana verleiht uns Lebendigkeit, Kraft, Energie und strahlende Gesundheit.

“Welche Wohltat ist es, einen gezähmten Geist zu haben und das Glück der Befreiung zu schmecken. Und doch, wie schwer zu meistern, wie fein sind die Täuschungen der Gedanken. Sie zur Ruhe zu bringen und zu bändigen ist der wahre Weg zum Glück.” (Buddha)